10 Gründe, warum nicht nur Gamer an der Oculus Rift interessiert sein sollten

VR Brillen wie die Oculus Rift eröffnen ganz neue Geschäftsfelder, welche weit über Ego Shooter Spiele hinausgehen: Shoppen, Produktdesign, Drohnen, eLerning

Wenn das Wort „Oculus Rift“ in einer Geek Runde fällt, da gibts sofort „Ohs“ und „Uhs“ zu hören. In einer Runde unter „normalen“ Menschen klingts eher „Ocu was“? Trotzdem (aus meiner Sicht) riesigen Hype um diese Brille ist noch nichts davon in der normalen Welt angekommen. Dabei gibt es genügend Gründe, diese Brille auch in der normalen Welt einzusetzen (klar für Gamer ist dieses Ding wohl in 1-2 Jahren Pflicht).

Die Oculus Rift ist eine Virtual Reality (VR) Brille, welche neue Massstäbe setzt und somit die Welt in entzücken versetzt hat (auch durch die spektakuläre Übernahme durch Facebook).

  1. Architekten. Die Zeiten des Modellbaus sind vorbei. Die 3D Daten sind wahrscheinlich bereits sowieso vorhanden (oder lassen sich mit wenig Aufwand anpassen). Der Kunde kann durch sein zukünftiges Haus spazieren, dabei verschiedene Kombinationen und Varianten ausprobieren und so einen optimalen Eindruck für sein zukünftiges Zuhause bekommen.

  2. Homecinema. Es braucht nicht mehr viel Platz und geht auch ohne Beamer und 3D Brille. Mit der VR Brille könnte man direkt in den Film eintauchen, die Perspektive selber auswählen und mitten drin sein (statt nur dabei). Auch hier: Bei Animationsfilmen sind die Daten bereits da und müssten nur noch ein wenig aufbereitet werden.

  3. 3rd Life. Vor ziemlich genau 8 Jahren war der riesige Hype um 2nd Life vom Lindenlab. Die VR Brillen würden solchen virtuellen Welten eine komplett neue Dimension geben. Denkbar wären zum Beispiel auch virtuelle Konferenzen, wo man sich von Raum zu Raum bewegen muss und mit den Leuten entsprechend interagieren kann.

  4. Virtuelles Kleider Shoppen. Mit der Webcam ein Modell von sich selbst anlegen. Im virtuellen Shopping Zenter, kann man jetzt ein Kleid nach dem Anderen anschauen (von jeder beliebigen Seite, auch von oben, was in der normalen Umkleidekabine schwer möglich ist).

  5. Handwerkliche Lernvideos. Z.B. für Chirurgen, wie eine entsprechende Prozedur durchgeführt werden muss. Der Chirurg kann dann selber wählen, aus welcher Perspektive er schauen will, um das Optimum herauszuholen.

  6. Es lassen sich ganz neue GUIs entwickeln. Wie die aussehen könnten, weiss ich auch noch nicht, doch GUI’s à la „Minority Report“ wären mittels Software relativ leicht erstellbar. Denkbar dass man sich ganze „Kontrollzentren“ virtuell aufbauen kann, sprich alles über Software definiert wird.

  7. Design im 3-Dimensionalen Raum. Design findet ja meistens im 2 Dimensionalen Raum statt. Der Architekt macht seine Pläne auf Papier oder am Bildschirm. Mittels perspektive wirken sie zwar 3-Dimensional, fakt ist jedoch, dass das Medium 2 Dimensional ist. Diesen ganzen Prozess liesse sich in „3-D nativ“ erstellen.

  8. Augmented reality. Warum nicht noch eine Kamera für die Aussenwelt anbringen und die reale Welt mit der virtuellen Welt verschmelzen lassen? Usecases dafür gibts sicher viele: Ich könnte durch meine Wohnung laufen und Möbel platzieren und würde sehen, obs passt oder nicht. Oder durch eine Stadt laufen und mir die Sehenwürdigkeiten anzeigen lassen. (AR-Rift Demo auf YoutTube) Würde hier natürlich mit den Vertretern von Google Glass und Co konkurieren.

  9. Drohnen und Roboter steuern. Wäre sicher sehr cool, eine Drohne aus dieser Perspektive zu steuern. Angeblich macht das norwegische Militär Tests mit den Panzern. Dem Piloten wird eine 360 Grad Sicht geboten, ohne dabei den Kopf aus dem Panzer strecken zu müssen.

  10. Alle guten Listen haben 10 Items. Die PC Hersteller sollten auch daran interessiert sein, denn mit einem kleinen Netbook oder Tablet wird sich da nicht viel machen lassen. Hier braucht der Rechner schon ein bisschen mehr Power unter der Haube. Vielleicht wird das der Branche wieder ein bisschen mehr Aufwind geben.

Es ist sicher nicht falsch die Oculus Rift bzw. ganz Allgemein VR Brillen in der Strategie nicht ganz ausser acht zu lassen.