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Eine kleine Virengeschichte 03.04.2014

“Könntest du bitte mal auf unseren Computer schauen, die Kiste ist sooo lahm.” Die Worte eines Computer-Analphabeten. Ein klarer Fall für Inspektor-Computer-Allwissend. Obwohl ich mich überhaupt nicht so fühle, werde von Laien entsprechend wahrgenommen.

Glück gehabt. Es ist immerhin nicht mehr ein Windows XP, sonderen bereits Windows 7 am Werkeln. Virenscanner anwerfen und mal warten, was für Überraschungen auf mich warten.

2h später. 16 Viren und Trojaner gefunden. Ich habe doch bereits beim letzten Besuch 10 von diesen lästigen Biestern gekillt. Die kleinen Quälgeister ins Quarentänezimmer verschieben, neustarten und nochmals scannen.

Beep, beep nach dem Einloggen. Antivir meldet sich wieder. Das Piepen des Virenscanners ist immer ein schlechtes Zeichen. Mist, zwei Tierchen haben sich wieder aus dem Quarentänezimmer befreit, also alles nochmals von vorne.

Die Feuchtigkeit für den Schimmelpilz

Viren gehören auf einen Familiencomputer wie Schimmel in den feuchten Keller. Vom Teenager bis hin zur Grossmutter, wird das Ding von allen benutzt. Von Minecraft über Word bis zum Englischprogramm ist alles installiert. Ein Wunder ist keine Filesharing Software drauf. Der Browser ist mit mehreren hübschen Werbebanners und “netten Helferleins” bestückt. Die perfekte Umgebung, um als Virus so richtig zu gedeihen, sozusagen die Feuchtigkeit für den Schimmelpilz.

Das Problem ist nicht der schlechte Virenscanner oder Windows, sondern der Benutzer. Beep, beep, der Virenscanner will etwas sagen. Klick, klick und schon ist es wieder Weg. Ausser “Abbrechen” nichts gelesen.

Entweder ist den Leuten nicht klar, was für Auswirkungen diese Schädlinge haben können oder sie wollen es einfach nicht wissen oder sie sind einfach zu faul.

Chromebook, Linux oder OSx

Wahrscheinlich wäre eine Linux oder Mac Kiste die bessere Lösung. Virenprobleme sind dann sozusagen weg. Vielleicht noch besser ein Chromebook, welches fast ausschliesslich webbasiert ist. Ein Windows Rechner mit Adminzugang und einem pupertierenden testosterongeladenen Wesen ist ein Garant für ein florierende Virenkultur. Klick, klick, wieder etwas “cooles” installiert. Klick, klick, eine dubiose Seite besucht. Klick, klick ein Virus drauf. Und da wundern sich die Eltern dann, warum sich das Ding kaum mehr vom Fleck bewegt?

Ansonsten. Wenns beep, beep machen lesen und entsprechend handeln und nicht einfach mit Klick, klick reagieren.

Smart Glasses - Die nächste Disruptive Technologie? 21.03.2014

Heute gerade gerad auf Hongkiat gelesen: "10 Forthcoming Augmented Reality & Smart Glasses You Can Buy". Von Wegen, dass Google Glass das einzige entsprechende Projekt ist. Google hat lediglich einen Stein ins Rollen gebracht, der (hoffentlich bald zu einer Lawine wird), und ehrlich gesagt scheinen einige der Konkurrenzangebot fast attraktiver als das Google Glass.

Google Glass

Dann gibt es auch noch die Gamer Szene, welche vor allem von Oculus Rift vorangetrieben wird. Während die Smart Glasses eher auf Augmented Reality setzen, geht es bei der Oculus Rift eher um Virtual Reality, von daher ein ähnliches Setting, aber dennoch komplett unterschiedliche Anwendungsszenarien und hier meiner Meinung nach kaum relevant.

Auf der Liste finden sich jedoch keine "Äpfel", doch Apple ist ja nicht gerade bekannt, der erste in einer neuen Technologie zu sein, sondern vielmehr der Beste und ausserdem warten wir ja auch immer noch auf den iTV und die iWatch. Die iGlass muss sich hinten anstellen.

Noch sind die Anwendungen nicht greifbar, doch sollte sich die Industrie schon mal auf viele Änderungen einstellen. Die Wearables werden einiges ändern und wer nicht bereit ist, wird Nachteile haben.

Bereits basierend auf Google Glass gibts einige super faszinierende erste Versuche:

TopMito - Englisch lernen mit Google Glass

Die Schüler sitzen zuhause, während einer der Schüler mit dem Google Glass unterwegs ist. Die Schüler müssen die Sprache im realen Leben brauchen, während die anderen zuschauen und zuhören können. Sehr spannend und vor allem um einiges interessanter als vor einem Buch zu sitzen und Grammatik zu lernen.

ACME Hotel - Kundenattraktion

Das Hotel bietet seinen Gästen gratis das Google Glass zum benutzen an: "Google Glass - ACME is proud to be the first hotel EVER to offer Google Glass for FREE to our guests! Yup . . . now you can design your custom high-tech exploration of the Chi. Just see the front desk for details and get your Google glass groove on!"

Wahrscheinlich nicht ein nachhaltiges Geschäftsmodell, aber solange noch der Hype um das Google Glass herrscht zieht es sicher den einen oder anderen Gast an.

Vipaar

Hilfe von einem entfernten Experten? Hübscher Business Case. Google Glass erlaubt es die Welt durch die Augen des Experten zu sehen, während dieser mit seiner Hand die Welt erklärt. Erklärung ist eher schwierig, doch das Video sollte zur Klärung beitragen.

UAB does virtual surgery with VIPAAR and Google Glass from uabnews on Vimeo.

Tourism Radio

Google Glass als Tourguide. Nicht mehr im Reiseführer Blättern oder auf den Handy Bilschirm starren, sondern einfach durch die Welt bummeln. Weiss nicht, ob dieses konkrete Projekt zum Fliegen kommt, aber die Idee wäre sicher nicht schlecht.

Na und... betrifft mich nicht

Jetzt vielleicht noch nicht. Die Dinger sind ja auch noch gar nicht auf dem Markt, doch sobald das richtig los geht, werden die wie Pilze aus dem Boden schiessen und mit den Geräten werden auch die Anwendungen so richtig loslegen. Gut denkbar, dass das eine oder andere Geschäftsmodell ein wenig unter Druck geraten wird.

Rapsli.ch - das aktuelle Jahr

Alle meine Beiträge aus dem aktuellen Jahr und das sind doch immerhin ein paar. Wer alle meine Posts lesen möchte, aktuell sind das 602 Posts, die liegen im Archiv.

2013