Typo3 zu Sharepoint oder Äpfel zu Birnen aus der PM-Sicht

Wahrscheinlich müsste es eher heissen Eier zu Melonen oder so. Die System könnten unterschiedlicher nicht sein. Sicher beide haben ihre Vor- und Nachteile. Damit muss ich leben und schlussendlich geht es nicht darum, ob ich Äpfel oder Birnen lieber habe, sondern, darum, dass das Tool seine Aufgabe erfüllt. Das sei mal Vorweg gesagt.

Und gleich noch mehr vorweg gesagt, Migrationen sind immer ein Horror. Ich habe noch keine Migration erlebt, die ohne Probleme über die Bühne gelaufen ist. Optimistisch gesehen: Migrationen sind immer spannend. Bisherige Migrationen habe ich aus Entwicklerperspektive erlebt. Jetzt bin ich in der Projektmanager Rolle. Ist es anders? Hier ein paar Eckdaten zum Projekt:

  • ca. 1300 Seiten
  • Zweisprachig (Englisch und Deutsch)
  • Ursprungssystem: Typo3
  • Zielsystem: Sharepoint 2010
  • Hauptsächlich statische Seiten
  • Granulare Rechtevergabe (Sprich User x kann gewisse Subsiten autonom verwalten)
  • Einige spezielle Typo3 spezifische Funktionen

Was ist bisher geschehen. Ein Crawler hat den Content in Sharepoint migriert… mir standen die Haare zu Berg, als ich das gesehen habe. Typo3 ist ja nun nicht wirklich für eleganten HTML Markup bekannt und genau so sieht es jetzt im Content aus, da sind lauter inline Styles, Tabellen und wilde Sachen.

Was gemacht werden muss:

  • Content überprüfen. Hat der Crawler auch nichts vergessen?
  • Bilder, Dokumente, Links und Video/Audio überprüfen. Stimmen die mit der alten Seite überein?
  • Navigation und Breadcrumbs. Ist die so wie die sein sollte, heisst, sind die Seiten am richtigen Ort?
  • Neuen Inhalt einfüllen.

Mein Vorgehen sieht wie folgt aus: Mit der Übernahme des Projektes habe ich eine Excel Liste mit einer Auflistung aller Seiten bekommen. Diese müssen alle manuell überprüft und überarbeitet werden. Für die oben genannten Punkte gibt es jeweils eine Spalte. Wenn der entsprechende Task für die entsprechende Seite erledigt ist, dann kann man eine 1 hinschreiben -> und Excel färbt dann das Feld automatisch grün ein (ist eine sehr nützliche Excelfunktion).

Dann gibt es ein zweites Excelsheet „Overview“: Hier werden dann gezählt, wieviele Felder es gesamthaft gibt und wieviele bereits gemacht wurden -> eine Prozentzahl, sprich den aktuellen Status.

Jeden Morgen vor Arbeitsbeginn, speichere ich den aktuellen Stand. Damit lässt sich den Fortschritt sehr gut messen und in einigen Tagen kann ich dann auch eine Prognose wagen, wann wir ungefähr fertig sein werden. Excel bietet hier mit der Funktion „Forecast“ eine sehr einfache Möglichkeit. Alternativ lassen sich auch Diagramme erstellen. Excel wird mich wohl in Zukunft noch einige Male begleiten.

Kleiner Entwicklernachtrag zu Typo3. Typo3 wird mir je länger desto mehr sympathisch. Zwar sieht es ein wenig altertümlich aus, aber die Funktionen sind recht cool für klassische CMS (Inhalte Verwalten) Sachen. Respekt. Es gab bereits das eine oder andere, wo ich mir nicht ganz sicher bin, ob sich das entsprechend elegant lösen lässt, bzw. einiges ist vielleicht in Drupal eleganter lösen, ist jedoch aus der Userperspektive weniger komfortabel.