Der Cloud Computing Buzz – Tag 1

Im Zuge meiner persönlichen Weiterbildung besuche ich eine Vorlesung an der FHNW Cloud Computing. Ein Blogeintrag ist eine gute Gelegenheit, um das gehörte zu vertiefen und zu reflektieren.

Tag 1 – Cloud Computing Grundlagen

Erkenntnis des Tages: Cloud Computing ist und bleibt ein Buzzwort, selbst an einer Fachhochschule. Das Internet ist Cloud Computing und wird als solches seit nun mehr 15 Jahren betrieben. Es gibt eine sehr differenzierte Ausprägung von Cloud Computing:

  • Software as a Service (SaaS)
  • Platform as a Service (PaaS)
  • Infrastructure as a Service (IaaS)

Hotmail ist und war eine Form von Software as a Service, indem ich meinen E-mail Dienst komplett in die Cloud verlagert habe und wahrscheinlich kaum jemand hat je seinen eigenen E-mail Server betrieben. Wahrscheinlich war auch lange Zeit E-mail das einzige effektive und publike Cloud Computing.

Ich bin in der Cloud… me too

„Wir arbeiten in der Cloud.“, „Wir bringen ihre Business in die Cloud“, „Durch die Cloud haben wir Kosten um 50% gesenkt“. Ist doch alles nur Hype und Buzz zugleich, denn von welcher Cloud sprechen wir hier? Lediglich die Virtualisierung der eigenen Server durch den Einsatz von VMWare? Oder durch den Wechsel von Exchange zu Google Apps?

Die einen wollen unbedingt in die Cloud und die anderen verteufeln die Cloud, da sie nicht sicher ist und in Tat und Wahrheit sind beide bereits in der Cloud. Der Begriff Cloud ist soooooo breit gefächert, dass unter diesem Begriff keine verlässlichen Aussagen getroffen werden können.

Ist die Cloud schlecht?

Nein, aber nennen wir es mal nicht Cloud, sondern beim entsprechenden Fachbegriff, SaaS oder IaaS und dann wird plötzlich alles viel klarer. SaaS: Ich biete Dienst XY unter folgenden Konditionen zu folgendem Preis an. Cloud oder nicht Cloud spielt doch gar keine Rolle, hauptsache der Dienst kann sein Versprechen Einhalten.

Randbedingungen für Cloud Dienste

Zu diesen Randbedingungen können gehören:

  • Die Daten sind vor unbefugtem Zugriff geschützt
  • Daten sind jederzeit erreichbar
  • Möglichkeit neue User/Instanzen/Dienstleistungen „on-the-fly“ hinzufügen
  • Bezahlung nach Aufwand/verbrauch

Kann das gewährleistet werden kann der dafür gewählte Namen heissen wie er will.

Fazit 1 – Vertrauen in die Cloud

Zwei wichtige Take-aways. Grundlage jeder Cloudlösung: Vertrauen. Ohne vertrauen in den Cloud Provider geht nichts und das Modell funktioniert nicht. Ich als Bezieher muss davon überzeugt sein, dass die oben genannten Randbedingungen für die Cloud Lösung erfüllt werden können.

Fazit 2 – Cloud = Buzz

Auch hier wird nur mit Wasser gekocht: Sprich Virtualisierung, Automatisierung, Schnittstellen usw. Nichts grundlegend neues, sondern ein bisschen neu verpackt und vermarktet und vor allem viele gute Beispiele aus dem alltäglichen Leben, wie z.B. Dropbox, Google Mail, Github, WordPress, YouTube usw.

Und hier noch ein paar Links rund ums Cloud Computing Thema in der Schweiz: